Wenn ich mal krank bin...

Natürlich war ich auch schon einige Male beim Tierarzt. Eigentlich gehe ich nicht besonders gerne dahin. Aber was heißt hier auch schon gehen: Frauchen „zwingt“ mich immer, mit zu kommen, indem sie mir hinterhältig verschweigt, wo’s hingeht. Wenn wir dann allerdings erst mal im Wartezimmer Platz genommen haben, bin ich wieder der gaaaanz liebe Hund. Das ich schon recht häufig beim Tierarzt war, liegt wohl daran, da ich eine Baustelle bin. So hat Frauchen mich mal bezeichnet; ich weiß gar nicht, was das heißen soll....

Im letzten Jahr hatte ich eine Knochenhautentzündung, die leider von meiner damaligen Ärztin nicht richtig erkannt und somit auch total falsch behandelt worden ist. Ich möchte bewusst keine Namen nennen, aber die Frau hat mich fast 3 Monate wegen eines luxierten (ausgerenkten) Schultergelenkes behandelt. Ich wurde voll gestopft mit homöopathischen Mitteln, die natürlich alle keine Wirkung zeigten. Mein Frauchen Anja hat dann irgendwann mal herausgefunden, dass bei uns Hunden die Schulter nicht luxieren kann, da das Gelenk bindegewebig aufgehängt ist..... Darauf hin und auf massives Drängen von Thorsten & Anja wurde ich dann in der Tierarztpraxis geröntgt. Diagnose: OCD, das ist eine Form der Ellenbogendysplasie. Die Ärztin riet Frauchen dann, mich einschläfern zu lassen, ich würde sonst mein Leben lang leiden.......

Offensichtlich haben Herrchen und Frauchen das dann aber doch nicht gemacht, hätte ich auch nicht so toll gefunden. Wir sind dann in die Tierklinik Duisburg Asterlagen gefahren, wo man nur den Kopf geschüttelt hat, als man von der Diagnose und den Begleitumständen hörte. Ich musste einen Tag dort verbringen und wurde noch mal richtig untersucht. Von OCD keine Spur. Ich hatte „nur“ eine Knochenhautentzündung, wie sie junge Hunde wohl öfter bekommen können und die eigentlich auch einfach zu behandeln gewesen wäre. Eigentlich.... denn durch das lange Verschleppen und falsche dran herum doktern mussten jetzt die ganz harten Mittel zum Einsatz kommen; kurzum: ich musste starke Tabletten nehmen und 8 Wochen ruhig gestellt werden. Gassi durfte ich nur an der Leine und toben mit meinen Kumpels war auch verboten. Mein Sozialleben lag also ziemlich brach. Das alles hätte mir bei besserer medizinischer Betreuung erspart bleiben können.

Die Klinik in Duisburg ist übrigens seeeehr zu empfehlen, wenn ihr mal richtig krank seit. Die haben sich dort nett um mich gekümmert, denn natürlich habe ich Anja & Thorsten auch vermisst und auch ein bisschen geweint (nein, ich bin keine Memme, aber ich war ja auch noch jünger. Heute weiß ich natürlich, dass man mehr erreicht, wenn man schon einige Stunden vorher mit dem jaulen anfängt - sobald man merkt, das etwas im Busche ist, einfach los janken).

Nach diesem nicht so erfreulichen Erlebnis mit meiner Tierärztin hat Anja sich dann entschlossen, unseren Haustierarzt zu wechseln. Wir gehen jetzt in die Bergische Tierklinik.

Als ich letztens mal mitten in der Nacht hohes Fieber hatte und überall angeschwollen war, sind wir auch n och um 23.30 Uhr dorthin gefahren, denn das ist das Gute an der Bergischen Tierklinik: die haben 24-Stunden-Dienst. Ich hatte mir wohl einen kleinen (oder auch etwas größeren) Allergieschock zugelegt. Das ist wenn man mit irgendwas spielt oder etwas frisst was nicht zum spielen oder fressen gedacht ist und dann bekommt man manchmal nur Ausschlag der juckt oder es erwischt einen halt ganz arg: man schwillt an und bekommt Fieber, so wie ich. Ich bekam dann ein paar Spritzen und zu hause wurde ich dann die ganze Nacht in kalte Lappen und so eingewickelt, damit das Fieber runter geht und natürlich von Herrchen und Frauchen ganz viel geknudelt. Aber doof war das schon, ich wußte ja auch garnicht, was mit mir los war, ich hab mich nur irgendwie ganz angeduselt gefühlt und wollte nur viel schlafen und mit Frauchen kuscheln.